Klöster
Ladakh gehört kulturell zu Tibet, ein Großteil der Bevölkerung ist buddhistisch.
Der tibetische Buddhismus übt seit langem eine große Faszination
auf die Menschen im Westen aus. Nach der chinesischen Besetzung Tibets und
der Schließung der Grenzen kam es für gut zwei Jahrzehnte zu einer
Art Stillstand im religiösen Leben Ladakhs. Erst nach der Öffnung
für Touristen im Jahr 1974 erkannten weltliche und religöse Führer
welchen Schatz Ladakh bewahrt hat. S.H. der Dalai Lama besucht regelmäßig
Ladakh und fördert damit den Glauben. Seine Unterweisungen (teachings)
werden jedes Mal von Tausenden von Ladakhi und Tibetern jeden Alters besucht.
Viele junge Mönche aus Ladakh werden in den neu gegründeten tibetischen
Klöstern in Indien traditionell ausgebildet.
Die meisten Klöster in Ladakh wurden in den letzten Jahrzehnten umfangreich
renoviert und erweitert.
Am bekanntesten sind
Shankar direkt bei Leh,
Spituk nahe beim Flughafen Leh,
Tikse,
das dem Potala ähnelt (Radungs - Film)
Hemis, da es früher das einzige Kloster mit Maskentänzen
während der Touristensaison im Sommer war.
Alchi, eine der ersten Klostergründungen in Ladakh, Weltkulturerbe mit
einzigartigen Wandmalereien.
Als man noch über Srinagar auf dem Landweg anreiste, lag Lamayuru am
Weg und ist deshalb ebenfalls sehr bekannt.
Es gibt eine Vielzahl weiterer Klöster. Sie alle zu besuchen würde mindestens einen Sommer dauern.
Ausführliche Beschreibungen der Klöster: Reiseführer von Jutta Mattausch Ladakh&Zanskar aus der Serie Reise Know How.
Klosterfeste mit Maskentänzen
Der tibetische Kalender
ist ein Mondkalender. Das Leben in Ladakh richtet sich nach den Klosterfesten,
die oft Anlass zu Pilgerreisen
der Einheimischen
sind.
Ein Besuch der Maskentänze ist beeindruckend. Die Feste im Winter sind kaum
von Touristen besucht, auch am Rand der Sommersaison gibt es einige weniger bekannte
Termine. Bitte erkundigen Sie sich bei Dawa oder Dorje ob während Ihres
Besuch ein Tempelfest statt findet. Da die Termine nicht absolut fest stehen,
macht eine Veröffentlichung hier wenig Sinn.
Im Internet können Sie unter „Festivals Ladakh“ ungefähre
Termine recherchieren.
Auch das jährlich vom Tourismus-Büro organisierte Ladakh-Festival Anfang
September ist sehenswert. Es soll die Tourismussaison verlängern, wird vorwiegend
von Einheimischen besucht und ist ein Wettbewerb von Folkloregruppen, Polo-Teams,
Bogenschützen aus den verschiedenen Tälern. Viele Veranstaltungen finden
außerhalb von Leh statt und bieten so Gelegenheit den Besuch mit weiteren
Besichtigungen zu kombinieren.
Besondere Pujas (Gottesdienste) und Sand-Mandalas
Jedes Kloster und jedes Privathaus hat im Jahreslauf Termin für besondere
Pujas, auch im Retreat selbst findet im September eine ganztägige Puja
statt. Fragen Sie Dorje nach Terminen in nahe gelegenen Klöstern. Vielleicht
wird dort auch ein Sand-Mandala hergestellt, ein Ereignis, für das man
andere Pläne umstellen sollte. (Film von einem
Sand-Mandala in Likir)
Eine Puja in Ney Sommer 2008 mit dem Rizong Shas Rinpoche.
Er ist eine Reinkarnation des ersten Abtes des Klosters Rizong, das dafür
bekannt ist, daß die Regeln für die Mönche (Vinaya) sehr
streng eingehalten werden.
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