Trekking
Ladakh
ist ein Paradies für Trekker! Es gibt unzählige Routen,
die in die entlegensten Gebiete führen. Zwischen 5 und 20 Tagen ist
alles möglich, wobei eine lange Tour eine große Herausforderung
an Körper und Psyche ist. Wir empfehlen Touren bis zu 10 Gehtagen mit
einem Reservetag, der an einem besonders schönen Ort verbracht werden
kann, wenn er nicht unerwarteten Ereignissen zum Opfer fällt (Wettersturz,
Krankheit, aber auch z.B. einem Dorffest). Die meisten dieser Touren führen über
Pässe um die 5.000m, auch die Schlafhöhe ist deshalb oft über
4.000m. Deshalb sollte man unbedingt genügend Zeit für die Höhenanpassung
einplanen und sich an die Grundregeln halten (www.bexmed.de).
Lassen Sie sich von Dorje (dorjey@thagchokling.de)
und Dawa beraten, seien Sie ehrlich was Ihre Fitness angeht und planen Sie
Möglichkeiten
zum Abbrechen der Tour ein. Für
manche Gegenden benötigen Sie ein kostenpflichtiges Permit, das Dawa
für Sie besorgen wird.
Ganz Ehrgeizige können sogar technisch einfache 6.000er erklimmen, auch
dafür ist ein Permit erforderlich. Die meisten 6.000er sind allerdings
nur für vorher angemeldete Expeditionen frei gegeben und man sollte
nicht ohne Papiere einen Versuch wagen, das könnte teuer werden.
Sie werden beim Trekking von einem Guide begleitet, der gut Englisch spricht
und die Route kennt.
Er wird stets in Ihrer Nähe sein. Außerdem kommt ein Koch mit.
Sie können vor der Tour mit Dawa besprechen, was Sie sich an Verpflegung
wünschen bzw. was Sie nicht vertragen. Sie werden staunen, was der Koch
auf zwei Kochern zaubern kann und vielleicht wundern Sie sich, dass Sie trotz
aller Anstrengung kaum abgenommen haben. Ein Pony-Wallah (Pferdemann) ist
zuständig für mehrere Ponies, die das ganze Gepäck, die Zelte
und die Verpflegung für Mensch und Tier tragen.
Sie selbst tragen nur einen Tagesrucksack mit Ihren persönlichen Sachen
sowie dem Lunchpaket und Wasser. Der Inhalt sollte dem für eine anspruchsvolle
Tagestour in den Alpen entsprechen und auch ein Erste-Hilfe-Paket mit Rettungsdecke
beinhalten. Oft sind Bachquerungen ohne Brücke nötig, dafür
sind wasserfeste Sandalen praktisch, die folglich auch in den Tagesrucksack
gehören.
Guter Sonnenschutz (breitkrempiger Hut mit Nackenschutz, sehr gute Sonnenbrille
und Sonnencreme) sowie Windschutz sind wichtig, Wanderstöcke selbstverständlich.
Auf häufig begangenen Routen (z.B. Markha-Tal) finden Sie bei den Dörfern
Fallschirmzelte, in denen Bier, Cola, weitere Getränke und Instantsuppen
angeboten werden. Damit verdienen sich meist die Frauen im Dorf etwas dazu
und Sie müssen nicht so viel Tagesverpflegung tragen.
Routenvorschläge:
Einer der bekanntesten und schönsten Treks führt von das Markha-Tal
aufwärts und über einen hohen Pass zurück ins Indus-Tal bei
Hemis. 8 Tage
Alternativ kann man diese Tour ausbauen und bis zur Straße Leh-Manali
wandern oder gar bis zum Tso Moriri auf zwei verschiedenen Routen.
Schön und wenig begangen ist die Route von Phyang ins Nubra-Tal (6-7 Tage), hier können Sie einige interessante Klöster besichtigen und dann per Bus oder Jeep zurück nach Leh über den berühmten Khardung-La.
Ähnlich ist die Route von Sabu über den Digar-la nach Digar und Agham im Shyok-Tal 4 Tage, von dort ins Nubratal wie oben oder aber Richtung Pangong-See nach Durbuk (weitere 4-5 Tage)
Von Rumtse (Straße Leh-Manali) nach Korzok am Tso Moriri (relativ bekannte
Strecke) 7 Tage oder
Von Pang (Straße Leh-Manali) über das Südende des Tso Morari
nach Korzok, 5-6 Tage
Von Lamayuru über Wanla nach Chilling am Zanskarfluss
Von Shergol ins Sapi-Tal, kaum bekannt und kulturell sehr
interessant, weil hier Moslems und Buddhisten leben, neben den Moscheen stehen
Chörten
und wehen Gebetsfahnen. Auch für Pflanzenfreunde ist das Sapi-Tal ein
Paradies, die Amchis (lokalen Heiler) sammeln hier ihre Medizinpflanzen.
Diesen Trek kann man fortsetzen: entweder westlich nach Zanskar oder zurück
in Richtung Leh, ganz nach verfügbarer Zeit bis Bodhkarbu, Wanla, Alchi
oder Chilling
Ausführliche Informationen zu den genannten Orten und Klöstern finden Sie z.B. im Reiseführer von Jutta Mattausch Ladakh & Zanskar aus der Serie Reise Know How.
Landkarten können Sie in Leh erwerben. Teuer und sehr gut sind die 3
Gebietskarten von Editions Olizane(Genf/Schweiz), die man über den Fachhandel
oder direkt bestellen kann. www.olizane.ch
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