Reiseberichte
Uschi & Hans
Frische, Ruhe, Klarheit, Stille
Im August 2007 verbrachten wir eine gute Woche im Kloster Thagchokling. Nach der langen Reise von München bis Leh war es sehr erleichternd, bequem von Dawa am Flughafen abgeholt zu werden. Die Anpassung an die Höhe war nicht ganz einfach, Berge über Berge um uns, „dünne“ Luft – jede Bewegung war doppelt anstrengend, die Mühen des Atmens deutlich zu spüren!
Umso angenehmer die Ankunft im Kloster, nach eineinhalb Stunden
Fahrt. Sehr freundliche, aber unaufdringliche Begrüßung durch Dorjay und seine
Helfer/innen und auch durch die anderen Gäste, vor allem Hiltrud und
Alwin. Dorjay, jederzeit um unser Wohl bemüht, beantwortete viele Fragen,
gab freundliche Ratschläge und ließ uns teilhaben an den Sitten
und Gebräuchen ladakhischer Familien. Wir lernten viel von ihm über
Buddhismus, über das Leben im Neytal, über die ökonomische, ökologische
und kulturelle Situation in Ladakh.
Einzigartig für uns die beiden Besuche
mit ihm beim Amchi, dem tibetischen Medizinmann im Neytal, durch den wir
einen ersten Einblick in diagnostische Methoden und Therapien der traditionellen
tibetischen Medizin bekamen. Seine unendlich gleichmütige Ruhe und Gelassenheit
beeindruckte uns tief und seine in mühsamer, hingebungsvoller Handarbeit
hergestellte Medizin ist tatsächlich wirksam!
Das ausgezeichnete vegetarische Essen, soviel Tee und gefiltertes Wasser wie gewünscht, das schlichte, aber sehr schöne Zimmer mit wunderbarem Ausblick und ausgedehnte Wanderungen sorgten für unser Wohl und Erholung, rundum. Überwältigend auch der Nachthimmel, den Sternen so nah! Weder getrübt von irgendwelchen Lichtquellen rundherum, noch von anderen Geräuschen; Ruhe, Klarheit und absolute Stille!
Mit ein bisschen Wehmut im Herzen verabschiedeten wir uns von allen im Kloster Thagchokling und traten die „Samsaratour“ an. Das obere Industal, der Tsomoririsee und Tsokarsee und die Fahrt über den Taglanglapass bescherten uns überwältigende Natureindrücke und der Besuch mehrerer Klöster ließ die allgegenwärtige Bedeutung der buddhistischen Religion und die Vergangenheit lebendig werden. Die Tage im Kloster Thagchokling sind aber im Nachhinein die beeindruckendsten!
Mama Uschi und Papa Hans
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