Mehrtägige Wanderungen
Sie möchten mehr von Ladakh sehen? Am besten zu Fuß!
Dorje (dorjay namgal) oder Dawa machen Ihnen gerne Vorschläge für mehrtägige Wanderungen mit Übernachtung im Zelt oder in Privathäusern.
Sie sollten körperlich fit und trittsicher sein, eine Wanderung in dieser
Höhe ist anstrengend, doch die Etappen sind gut zu schaffen, meist beträgt
die Gehzeit 4-5 Stunden am Tag.
Das Gepäck wird entweder per Jeep oder mit Tragtieren transportiert.
Sie selbst tragen nur was Sie tagsüber benötigen.
Zelt und einfache Isomatten gehören zum Servicepaket.
Ein eigener Schlafsack ist unbedingt erforderlich, auch für Übernachtungen
in Privathäusern.
Es gibt ein paar Routen, die über Pässe mit maximal 4.200m führen,
die Schlafhöhe liegt immer unter 4.000m, das ist sehr wichtig für
das Wohlbefinden. Allerdings kann es dort tagsüber im Sommer richtig
heiß werden.
Unterwegs sehen Sie erstaunlich farbenprächtigen Gesteinsformationen, rasten unter schattigen Weiden an fröhlich sprudelnden Bächen, besuchen kleine Dorf-Tempel, beobachten in den malerischen Dörfern die saisonale Feldarbeit und staunen mit welch einfachen Werkzeugen die Handwerker hier noch arbeiten. Vielleicht findet gerade ein Fest statt und Sie ändern Ihren Plan, bleiben einen Tag länger und sehen in Ruhe zu. Die meisten Routen kann man beliebig kürzen, wenn es erforderlich sein sollte.
Wenn Sie am Tagesziel ankommen steht Ihr Zelt bereit. Nach ein paar Tassen Tee sind Sie ausgeruht und können die Umgebung erkunden, meist ist das Camp in Dorfnähe. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das mehrgängige Abendessen serviert.
Bei Übernachtung in Privathäusern bekommen Sie Einblick in das Alltagsleben und den Tagesrhythmus der Familie. Selbstverständlich schlafen die Gäste in einem eigenen Zimmer, es kann jedoch sein, dass mehrere Personen sich ein Zimmer teilen. Die Waschgelegenheiten und Toiletten sind eher einfach.
Die bekannteste Route, die Lust auf mehr macht:
Likir-Yangthang-Kloster Rizong-Ang-Khalse (4-5 Tage)
Neu ist eine Route im landschaftlich und kulturell interessanten
Gebiet von Dha Hanu, fragen Sie Dawa, das ist seine Heimat: Bodhkarbu-Sambra-Koksha-Laidoh
(3 Tage), gut zu kombinieren einer Besichtigung der Klöster unterwegs
oder der folgenden Tour
Lamayuru – Wanla – Urshi – Tar-la – Mangyu – Alchi,
5 Tage, wobei der hohe Tar-la eine Herausforderung ist
Mit einer längeren Anfahrt verbunden ist eine Tour ab Shergol (fast bei Kargil), erst zum Höhlenkloster Urgyen Dzong, das Sie durch eine Klamm erreichen, dann über den Sapi-Pass ins Sapi-Tal, eine Gegend in der sich Buddhismus und Islam friedlich begegnen. Das Tal ist weit über Ladakh hinaus bekannt für seine üppig wachsenden Heilpflanzen. Ziel könnte auf 5.000m der heilige Sapi-See sein, direkt unterhalb eines Gletschers.
Ausführliche Informationen zu den genannten Orten und Klöstern finden Sie z.B. im Reiseführer von Jutta Mattausch Ladakh&Zanskar aus der Serie Reise Know How.
Landkarten können Sie in Leh erwerben. Teuer und sehr gut sind die 3 Gebietskarten von Editions Olizane(Genf/Schweiz), die man über den Fachhandel oder direkt bestellen kann. www.olizane.ch
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